The Open Road

Als wir wieder einmal mit Freunden Gesellschaftsspiele spielten und dabei über alte Zeiten plauderten, ist uns klargeworden, was wir eigentlich spielen wollten: nämlich ein Spiel, das unserer Leidenschaft für Natur, Landschaften und Länder entspricht. Ein cleveres, spannendes Natur-Brettspiel, das müsste es geben. Das müsste man machen.

Wochenlang grübelten wir über die Frage, welches Thema so ein Spiel konkret haben könnte. Schließlich entschieden wir uns für unsere Lieblingsbeschäftigung: Fahrradtouren zu unternehmen. Es gibt nichts Schöneres. Einfach den eigenen Kram auf das Fahrrad zu packen und dahin zu fahren, wohin man will, wie man will. wieder einmal zu bereisen, weil man nur so fremde Ansichten und Landschaften wirklich aufnehmen kann. Man genießt jeden Tritt in die Pedale. Mit diesem Wissen machten wir uns auf die Suche nach der Spielidee.

 

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Unsere Idee

Unser Grundgedanke war, ein originelles Spiel zu kreieren, das sich vor allem um die sogenannten “Panniers” dreht, also um die Taschen, in denen Tourenfahrer Ausrüstung und Proviant verstauen. Diese Taschen werden im Spiel mit den Sachen “aufgefüllt”, die der Fahrer auf einer bestimmten Route braucht, um sich durchzuschlagen.

Als wir uns auf diese Ausgangsidee geeinigt haben, war klar: Wir mussten unser Vorhaben ständig mit der Wirklichkeit abgleichen, wenn es funktionieren sollte. Unser erstes Konzept enthielt deswegen auch die Vorgabe, zunächst genau das US-amerikanische Fahrradroutennetz (USBRS) zu studieren, um unsere Spiel-Routen so nah wie möglich an den tatsächlichen Radstrecken in den USA ausrichten zu können.

Der Entwicklungsprozess

Von diesem Moment an hatten wir tatsächlich ein richtiges Spiel in der Hand und wir fühlten uns sicher genug, es mit verschiedenen Leuten weiterzuentwickeln. Und genau das taten wir dann auch. Wir spielten in Dauerschleife miteinander, um mögliche Fehler im Spielablauf zu entdecken. Wenn wir einen fanden, änderten wir den Ablauf so lange, bis das Spiel wieder funktionierte. Wieder und immer wieder spielten wir alle nur erdenkliche Spielvarianten durch, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Nach jeder Menge “trial and error” hatten wir eine ziemlich gute Vorstellung davon, wie das Spiel unserer Meinung gespielt werden sollte. Natürlich hat sich auch danach immer wieder ein bisschen geändert, denn je mehr Leute das Spiel spielten, desto mehr neue Varianten ergaben sich. Der Entwicklungsprozess war auch deshalb so aufregend, weil wir immer wieder neue Ideen und Einblicke gewannen, die dann in das fertige Spielprodukt “The Open Road” einflossen.

 

Das Design

Als die Spielentwicklung so weit abgeschlossen war, rückte das Design in den Blickpunkt. Wir fragten bei Saskia Rasink an, einer brillanten Illustratorin aus Amsterdam. Sie sagte zu, weil sie noch nie ein Spiel bebildert hatte, die Vorstellung aber spannend fand. Wenn man Ihre Website (saskiarasink.nl) besucht, weiß man, was für eine tolle Illustratorin Saskia ist. So fühlten wir uns geschmeichelt, als sie mit uns zusammenarbeiten wollte.

Dank Saskia wurden unsere visuellen Träume tatsächlich Wirklichkeit. Ihre Professionalität, ihr Stil, ihr ungeheueres Können, unsere Kopfideen bildlich umzusetzen, waren wesentlich für das Gelingen unseres Spielprojekts verantwortlich. Alle Illustrationen in The Open Road gehen auf ihr Design zurück. Wir schulden ihr viel Dank.

Die Produktion

Als das Spiel nun soweit fertig war, galt es, möglichst realitätsnahe Prototypen des Spiels zu entwickeln, um die frohe Nachricht auch sichtbar in die Welt hinaustragen zu können. Wir machten das Spiel in speziellen Games-Stores und verschiedenen Bars und Restaurants bekannt. Damit alles so echt wie möglich aussieht, war noch jede Menge Arbeit zu tun: stabile Bretter bauen oder etwa Spielkarten und Spielsteine vereinheitlichen. Mehrere Wochen waren wir allein mit der Herstellung der Spielmaterialien beschäftigt.

Als das letzte Puzzleteil endlich passte, gab es nur noch eine Sache zu erledigen: eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne hinzubekommen! Und tatsächlich: Wir haben inzwischen Fans, die unser Spiel kennen, Zulieferer, die das Spiel drucken und herstellen, sind am Start, dazu sind unsere verschiedenen Vertriebskanäle gut bestückt - und jetzt kann es wirklich endlich losgehen!
Wir danken alle, die uns auf diesem Weg bisher unterstützt haben.

Blair and Carl (Gründer von Open Road Games)

Wir wollten ein Spiel, das einfach genug ist, um die Regeln noch beim Aufbau des Brettes erklären zu können, aber gleichzeitig auch komplex genug ist , bei jedem Spiel andere Strategien verfolgen zu müssen. Das Spiel sollte alles verbinden: Strategie, Leichtigkeit und natürlich vor allem Spaß.